Zitat des Monats

Dass da einiges faul ist im Staate Tibet, dass wussten wir ja schon lange.

In der aktuellen Titanic wird die urige Liebe der Deutschen zu Tibet aber auf den Punkt gebracht:

Denn Zivilisationsferne, Leibeigenschaft und religiöser Wahnsinn sind Werte, die man auch in Deutschland traditionell hochschätzt.

aus der Titanic Mai 08

Gysi geißelt linken Antisemitismus

Da bin ich ja mal platt, was der olle Gysi, frisch aus der Versenkung, zu verkündet hat.
Naja, wenn Gysi es wirklich ernst meint mit „Solidarität mit Israel“, dann müsste er schon aus der Linkspartei austreten und im Optimalfall würde die Partei der nationalen Sozialisten dermaßen gespalten, dass die ganze Partei den Bach ‚runtergeht!

Wenigstens einmal ist wem aus der Linkspartei zu zustimmen: Solidarität mit Israel!

die jungle…

immer wieder für einen Lacher gut! Die jungle world hat jetzt eine neuen Internetauftritt. Das wirklich Neue an der Seite mit einem zeitgemäßen CMS ist, dass der Großteil der neuen Artikel erst am Sonntag nach dem Erscheinen der jungle online verfügbar sind. Naja, wenigstens müssen wir für die Artikel nicht zahlen, deren Inhalt eigentlich auch schon beim Lesen der Schlagzeile erschlossen wird.

Das Allerbeste befindet sich in den Nutzungsrichtlinien der Blogs, also den AGBs:

Kommentare mit eindeutig kommerziellem Hintergrund und Werbung für Waren, Firmen oder Dienste betrachten wir als Anzeigenschaltung. Diese erlauben wir uns je angefangenem Monat mit 3000 Euro zzgl. Mehrwertsteuer in Rechnung zu stellen, zahlbar binnen 14 Tagen nach Rechnungsdatum. Bitte beachten Sie dabei, dass sich die Schaltung automatisch verlängert, sofern sie nicht bis zum 15. eines Monats per E-Mail an anzeigen@jungle-world.com gekündigt wird.

Ohne Worte…

Es gab Zeiten

Es gab einmal Zeiten, da hab ich gerne in die jungle world reingelesen, aber die letzte Ausgabe brachte das Fass endgültig zum Überlaufen! Diesen Rotz, den ich da lesen musste zum Fortbestehen des Inzestverbotes war einfach unglaublich!
Da stellt Marcus Garbrecht doch tatsächlich die Behauptung auf, dass das Inzestverbot für den Fortschritt doch tatsächlich von Nöten sei!
Zwar sei die Argumentation des BVerfG, die auf „eugenischen Grundlagen“ basiert, falsch, die Entscheidung ansich aber richtig. Denn, so Garbrecht, das Inzestverbot ist Bestandteil fast aller Kulturen, gerade der urbanen, und nur so kann gewährleistet werden, dass sich Menschen aus den „letzten verbliebenen Stammesverbänden“, nämlich der Familie, lösen. Außerdem müsse die Zivilisation die Triebe unterdrücken, sonst gäbe es Mord und Totschlag.

Abgesehen davon, dass der gute Marcus keine Ahnung davon hat, WAS ein Strafrechtsnorm wirklich ist und warum es sie gibt.
Es gibt da zwei Ansätze: Zum einen den Ansatz der darauf abstellt, dass bestimmte hochrangige Rechtsgüter durch das Strafgesetz geschützt werden, also beispielsweise das Leben (§§ 211 ff. StGB) und das Eigentum (§ 242 ff. StGB), nicht aber Parklücken, die zwar ein Rechtsgut sind, aber nicht so hochrangig, dass es strafrechtlich relevant wäre. Denn das Strafrecht greift tief in die individuelle Sphäre ein (beispielsweise durch Haftstrafen), weshalb es eben mit Vorsicht zu genießen/zu gebrauchen ist.
Auf der anderen Seite das ultima-ration-Prinzip, also das Strafrecht als letzte Sanktionsmöglichkeit, sollten andere Eingriffsmechanismen nicht mehr greifen.

Nun darauf basiert auch das Urteil des BVerfG, das darauf abstellt, dass das zuschützende Rechtsgut eben die Volksgesundheit ist, unverbrämt als „eugenische Gesichtspunkte“ bezeichnet, wohl wissend, was es damit auf sich hat! Das Urteil ist aus meiner Sicht – und da bin ich definitiv nicht alleine, der Standardhandkommentar zum StGB, der Fischer (seit der 58.Aufl. nicht mehr Tröndle/Fischer), sieht die Legitmation auch als „zweifelhaft“, m.a.W. als nicht gegeben an – einfach unhaltbar.

Was aber nicht weniger verstört ist die Tatsache, dass diese wirklich dumme Ansicht, gleich wieder in die antideutsche Schublade geschoben wird, nach dem Motto, so sind sie die Antideutschen, wie hier geschehen.

Wie so oft, es gibt nicht DIE Antideutschen als homogene Gruppe, und gerade aus antideutscher, zivilisationsbejahender Sicht, müsste eigentlich klar sein, gerade die Zivilisation dadurch auszeichnet, dass sie den Menschen nicht einem allmächtigen Tugendstaat unterwirft, der darüber wacht, wer was tut, und zum anderen, dass gerade Vorwurf der Blutschande gerade darauf zielt, die Lebenssäfte des Kollektivs am laufen zu halten und gute Volksgenossen zu züchten. Natürlich ist es nicht die Regel, dass die Schwester mit dem Bruder, aber trotzdem muss das Individuum vom Fesselgriff des Kollektivs befreit werden.

Weshalb wird beispielsweise gerade den Aleviten vorgeworfen, sie seien Inzestbrüder, die in der „Dunkelheit [gemeint sind die Moscheen, in die Männer, wie Frauen gleichermaßen dürfen] nicht ihre eigenen Mütter und Schwestern erkennen“?

Zum Glück gibt’s die jungle im Netz, da muss ich sie mir nicht kaufen und mich dann über das ‚rausgeworfene Geld ärgern.

Eine andere Frage: wie lange gibt die jungle world eigentlich noch (die artikel werden immer öder) und warum zählt sie als antideutsch? Mal ehrlich, das volkstümmelnde „die Vertreter der Vertreter“ (oder so ähnlich) über Gewerkschaftsarbeit bei verdi als Arbeitgeber, zieht doch echt nicht mehr, gerade in ad-Kreisen…

Würgreiz..

Eigentlich war es klar, die Deutschen hassen Israel und die USA, nur 11 bzw. 8% der Bevölkerung im Land der Krautköpfe werten deren Einfluss positiv. Das sind aber nun wirklich keine Neuigkeiten und traurige Realität, was dem ganzen Artikel auf SPON , dem Zentralorgan der deutschen Feelgoodlaune, aber die Krone aufsetzt ist die Tatsache, dass in keinem Land der Erde offensichtlich ein negatives Bild Deutschlands herrscht, wie eine Studie im Auftrag der BBC zeigte.
Dazu bleibt nur zu sagen: „widerlich und ekelhaft!“

Deutschland, der Kuschelstaat schlechthin, der achso belehrt aus der Geschichte, zeigt, wie Politik anständig gemacht wird – im Gegensatz zu der fiesen, imperialistischen Supermacht USA. Auch der Einfluss der EU wird sehr positiv aufgefasst. Was für ein Lob für die Achse Berlin-Paris!
Was aber noch widerlicher und noch ekelhafter als das Ergebnis an sich ist, sind die Kommentare die uns darauf erwarten. Ich sehe es schon vor mir, wie sich die Kommentatoren darin überschlagen, das deutsche System lobzupreisen. Einfach zum Kotzen.
Gerade der Spiegel hatte im Zuge der Subprime-Krise bereits groß zum Angriff geblasen, die US-Wirtschaft sei am Ende und ihr Geist werde nun endlich verschwinden. Unter dem Titel wird fabuliert, dass nun wieder alte Tugenden zum Zug kämen, einer verantwortungsvollen Unternehmensführung. Grundaussage: weg mit dem fiesen Finanzkapital, schützen wir das gute, schaffende Kapital. Nix mehr mit raffenden Hedgefonds!
Volksfront komplett, vom managermagazin bis zur jungen Welt und der Deutschen Stimme sind sich alle einig, schuld ist allein das parasitäre, raffende, internationale Finanzkapital!

Der Bildungsbürger darf sich dann noch zum Schluß, quasi als Leckerli, sich im Panoramabereich bestätigen lassen: die Amis, das sind alles schießwilde, gewalttätige Menschen, in deren Leben es nur so von Selbstjustiz strotzt. Was ist passiert? Ein 12jähriger verteidigt seine Mutter gegen einen Nachbar, der diese würgt. Dabei sticht er mit einem Messer auf den Täter ein, der dann an der Folge der Stichverletzung verstirbt. Die Berufsnullen des Spiegels (bzw. der dpa) haben nichts Besseres zu tun, als festzustellen, dass der Junge „wahrscheinlich ungeschoren davon kommt“. Nein, ehrlich? Dazu dann das feine Zitat das es in Maryland so etwas gäbe es ein Nothilferecht? Ehrlich, ich bin ja platt! Nicht nur die totale Unkenntnis, dass der Junge auch nach dem StGB (nicht nur, weil 12) „ungeschoren“ davon käme (nach §32 StGB ist auch Nothilfe gerechtfertigt, der Messerstich war das relativ mildeste Mittel zur offensiven Abwehr der Angriffs), nein, es wird auch noch ein Bild der US-Gesellschaft gezeichnet, das von Selbstjustiz bestimmt ist, Mitgefühl für den Jungen und den Schock den er erlitten haben dürfte gibt es wohl nicht.

So kann sich der Volksgenosse entspannt zurücklehnen, Deutschland ist zum Knutschen, der gemeine US-Finanzkapitalismus am Ende und die USA, dieses barbarische Land von Cowboys, ist abartig und pervers. Ein weiterer Tag glücklich zu Ende gebracht.